Eine neue Couch muss her! Aber bitte in Bio!

Mittlerweile ist es soweit, dass ich sogar beim Kauf einer neuen Couch überlege, wie ich der Umwelt und auch mir selbst am wenigsten schaden kann.

Ich habe Geschichten über brandhemmende Mittel in den Kunstfasern der Polsterungen gelesen und das soll ziemlich schädlich sein und wird im Zusammenhang mit Allergien usw. vermutet. Davon mal abgesehen war die letzte Couch nach 1 1/2 Jahren schon unbequem durchgesessen, und das obwohl es nicht das billigste Modell war. Also muss ein Bio Produkt her. Gar nicht so einfach, etwas leistbares zu finden. Aber die Couch ist bei mir das wohl am meisten benützte Möbelstück abgesehen vom Bett (hier bin ich vor einigen Jahren schon auf eine Matraze aus Naturmaterialien umgestiegen). Man muss tief in die Tasche greifen, aber wenn man darüber nachdenkt, wie lange man ein schönes Möbelstück hat, sollte es einem das schon wert sein.

Ich habe ein Jahr lang gebraucht um mich durchzuringen, ein so teures Teil zu kaufen. Ein Jahr ohne … da weiß man danach erst wieder, was man an einer ordentlichen Couch hat 🙂 Umgeschaut habe ich mich bei der Grünen Erde, bei Veganova und bei Gea (die mit den Waldviertler Schuhen). Die Auswahl bei der Grünen Erde im leistbaren Bereich ist leider nicht sehr groß, und auch für wenig Platz gibt es nicht viel (obwohl ich mich schon in ein Teil verliebt hatte, aber es war mir dann doch etwas zu groß und zu teuer, und blöderweise gab es das Modell nicht im Laden als Ausstellungsstück zum „Probesitzen“). Bei Veganova ist die Auswahl riesengroß und die Preise um einiges geringer, allerdings las ich im Prospekt, dass die Couchen bei denen mit Kunststoff-Füllung sind. Ist zwar vermutlich noch etwas besser als in herkömmlichen Möbelhäuser, da angeblich keine schädlichen Zusatzstoffe in die Polsterung kommen, aber das war mir dann doch zu viel Kompromiss. Ich möchte einfach nicht auf Poly-irgendwas liegen. Es wurde am Ende eine Couch von Gea, in Österreich handgefertigt, Vollholz Gestell mit Lattenrost und einer Matratze als Sitzfläche – ein zur Couch umfunktioniertes Bett, bei dem eigentlich nichts kaputt werden kann. Gebaut für die Ewigkeit, nicht mit eingebautem Ablaufdatum. Wenn die Matratze mal durchgesessen ist, kann man diese einfach austauschen. Super bequem, lag preislich auch in der Mitte zwischen Grüne Erde und Veganova, und gleich beim ersten Testen bin ich erfolgreich darauf eingedöst 😉

Das 2. Leben meiner Backform

Vor einiger Zeit habe ich meine alten Backformen aus der Küche verbannt und sie durch Emaille Produkte ersetzt (ich habe euch davon erzählt: https://bloggyfish.wordpress.com/2013/05/25/backe-backe-kuchen/ ). Was aber tun mit dem alten Zeug? Ist ja alles noch recht schön, da ich es nicht sehr viel in Verwendung hatte.

Eine gar nicht benutzte Guglhupf-Form könnte ich auf „willhaben“ verkaufen, den Rest wollte niemand. Für meine Kasten-Backform habe ich jetzt einen sehr schönen neuen Verwendungszweck gefunden, ich finde es passt super in die Küche:

Backform als Blumentopf

Die Backform bekommt ein 2. Leben als Blumen-Übertopf

Blumentopf

Blumentopf 😀

Kaffee-Peeling

Peeling enthält oftmals das in letzter Zeit in den Medien häufiger erwähnte Mikroplastik. Sich mit kleinen Plastik-Kügelchen die Haut schrubben – na ich weiß nicht … davon abgesehen dass es eine komische Vorstellung ist, ist das große Problem des Mikroplastiks, dass die Partikel so klein sind, dass viele Kläranlagen sie nicht rausfiltern können. Somit bleibt es im Wasser und gelangt in unsere Nahrungskette.

Ich habe auf meiner Reise in Indonesien letztes Jahr viel Plastik-Müll gesehen, aber zurück zum Positiven – ich habe auch den berühmten Kopi Luwak gekostet, jener Kaffee, der bei uns nur sehr teuer zu erstehen ist. Das besondere daran ist, dass die Kaffeebohnen von einer seltenen Wildkatze gefressen werden. Wenn die Katze die Bohnen wieder ausscheidet, werden die Bohnen samt den restlichen Ausscheidungen eingesammelt. Das schaut dann so aus:

Kopi Luwak

Der Kaffee wird auch „cat poo coffee“ genannt, jetzt weiß ich auch warum ;P

Die Bohnen werden dann natürlich gereinigt und über Zimtholz (mmmmh) geröstet. Und schmeckt wirklich toll. Warum? Weil die Katze sehr wählerisch ist und sich nur die besten Kaffeebohnen aussucht. Wir haben den gemahlenen Kaffee in Sumatra bei der Verkostung einfach in heißes Wasser eingerührt – den Sud kann man dann auch noch ein 2. Mal aufgießen und es schmeckt immer noch gut. Als Tipp gab uns die nette Dame, die mit uns die Verkostung machte, mit auf den Weg, dass man das Kaffeepulver nach dem Trinken dann auch noch als Peeling verwenden kann.

Verkostung

Verkostung in Sumatra

Ich hab mir natürlich etwas von dem leckeren Kaffee mit nachhause genommen und jetzt endlich auch mal das mit dem Peeling ausprobiert. Ich habe mir einfach den getrockneten Kaffee direkt unter der Dusche im nassen Gesicht verrieben – sehr angenehme Sache wenn man den Geruch von Kaffee mag 🙂

Der Kaffee ist sehr fein gemahlen, grob gemahlener Kaffee eignet sich daher nicht als Gesichts-Peeling, aber zB. für Arme und Beine könnte ich mir gut vorstellen, dass das mit allen Kaffee-Resten funktioniert. Meine Haut mochte es jedenfalls, war angenehm weich danach und zeigte kaum eine Rötung (nicht mehr als bei herkömmlichen Peelings jedenfalls). Ich werde das Kaffee-Gesichts-Peeling definitiv in mein Verwöhn-Programm fix mit aufnehmen! Hab schon den nächsten Kaffee-Sud zum Trocknen aufgestellt 🙂

Kaffee zum Trocknen

Der Kaffee zum Trocknen – er wartet schon auf mein Gesicht 😉

 

Was wurde aus … waschen mit Kastanien!

Vor einiger Zeit habe ich Euch berichtet, dass ich versucht habe, mit Kastanien meine Wäsche zu waschen. Vielleicht fragen sich einige, was aus dem guten Vorhaben geworden ist. Hat es sich durchgesetzt oder wurde es doch zu mühsam?

Wer sich nicht mehr erinnert oder erst jetzt eingestiegen ist, hier geht’s zum alten Artikel:

https://bloggyfish.wordpress.com/2013/10/30/waschmittel-wachst-doch-nicht-auf-baumen-oder-doch/

Die Sache, die Kastanienstückchen erst ein bis zwei Stunde im Wasser einzuweichen ist mir tatsächlich zu mühsam geworden. Dafür bin ich ein zu spontaner Hausarbeits-Mensch 😉 Ich plane nicht Stunden vorher, meine Wäsche zu waschen. Und da dachte ich mir, wenn man die Kastanienstücke 1-2 Stunden in Wasser einlegt, damit sich die reinigenden Stoffe im Wasser lösen, muss es doch auch funktionieren, einfach die Kastanienstücke direkt in die Maschine zu geben. Ein Waschgang dauert auch 1-2 Stunden, also warum nicht die Kastanienstücke in ein Baumwoll-Sackerl und direkt in die Trommel? Gedacht, getan, ich hab das Baumwoll-Sackerl genommen, das ich noch von den Waschnüssen zuhause hatte. Gut verknotet, damit es keine Sauerei in der Maschine gibt, und rein in die Trommel. Dazu gebe ich ins Waschmittel-Fach der Maschine noch etwas ökologischen Wasserenthärter. Und das wars dann auch schon. Ich nehme die Kastanien sehr oft, nur bei stark verschmutzter Wäsche (wie zB. meine waschbaren Slipeinlagen) nehme ich Waschmittel aus dem Ökoladen statt der Kastanien. Aber dank der Kastanien brauche ungefähr um die Hälfte weniger Waschmittel als zuvor. Und das Einsammeln im Herbst macht auch noch Spaß 🙂 Wichtig ist hier allerdings, dass man die Kastanien auflegt und gut trocknen lässt, damit sie nicht zu schimmeln beginnen. Ich bewahre sie dann in einem Karton auf, und zwar nicht im Badezimmer (weil es da schon mal ganz ordentlich dampft), damit immer Luft dazukommt und alles gut trocken bleibt. Nachahmen erwünscht 😀

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Nachhaltige Monatshygiene on the road :)

Zwei Monate on the road – mit dem Rucksack quer durch Indonesien. Hygiene-Standards von „superschön“ bis „igitt geht gar nicht..“ – wie tun mit der Monatshygiene? Ich hab lang überlegt wie ich im Urlaub machen soll und hab mich für einen Mix der Möglichkeiten entschlossen. Schweren Herzens ließ ich meine waschbaren Slipeinlagen zuhause und griff auf die einfachere Einweg-Variante zurück. Wenn man in ein armes Land mit Müll-Problemen fährt, hat man (oder ich zumindest) kein gutes Gefühl dabei, Wegwerfprodukte mitzubringen 😦 Aber ich dachte, ich würde dort nicht oft genug zum Waschen kommen und wenn man jeden 2. Tag weiterreist ist auch das Trocknen ein Problem. War dann auch tatsächlich so.
Aber der Menstruationsbecher musste trotzdem mit, zur Sicherheit nahm ich auch einige Tampons mit. Dazu noch unerlässlich: Hände-Desinfektions-Spray, da man nicht immer die Möglichkeit hat, sich ordentlich die Hände zu waschen. Gebraucht habe ich beides, die Tampons nahm ich gerne auf endlos langen Busreisen, die über 10 Stunden dauerten (und in Indonesien gibt es viele davon!), da die Klos auf den Raststätten meist indonesische Mandis sind, also ohne Fließendwasser und ohne Waschbecken. Auch hier war der kleine Händedesinfekt-Spray super.

Mandi

Ein indonesisches Mandi – ein traditionelles Badezimmer – dieses hier eine schönere Variante (an den Bushaltestallen war’s oft nicht so schön)

Der Menstruationsbecher war ein Hit für Tagesausflüge, denn auch wenn das WC im Quartier nicht immer das Beste war, so hat man dort genügend Zeit alles zu säubern. Zum Auswaschen des Bechers kam ohnehin nur keimfreies Trinkwasser aus der Flasche in Frage (leider gibts dort nur Einweg-Plastikflaschen zu kaufen und viele davon landen im Meer…), meine seifen- und parfümfreie Waschlotion für den Becher hatte ich von zuhause mitgebracht.

Auch für mein neuestes Hobby war der Menstruationsbecher unerlässlich. Beim Tauchen ist man meist den ganzen oder zumindest den halben Tag auf einem Boot, und auch wenn es eine Toilette an Board gibt, so sind die Boot-Klos halt doch nicht zu vergleichen mit den Klos an Land 😉 Da ist frau also schon froh darüber, nicht nach jedem Tauchgang ein mit Wasser vollgesogenes Tampon wechseln zu müssen. Der Becher bleibt einfach den ganzen Tag eingesetzt und wird erst nach dem Ausflug zuhause in aller Ruhe gewechselt. Hat auf jeden Fall den einen oder anderen Tauchausflug für mich angenehmer gemacht. Und ich hatte erst auch Bedenken, mit Regelschmerzen tauchen zu gehen – ich hab aber gute Erfahrungen gemacht. Sobald ich unter Wasser war, waren die Regelbeschwerden (es waren nur leichte Bauchkrämpfe, es ging mir also nicht wirklich schlecht) komplett weg. Ob es an der Ablenkung oder am Wasserdruck lag kann ich nicht sagen, jedenfalls fühlte ich mich wie ein Fisch und dank Menstruationsbecher merkte ich den ganzen Tauchtag lang nichts von meiner Regel 🙂

tauchen

Wer mehr über meine Indonesien-Reise lesen möchte, ich war mit meinem Bruder unterwegs, der einige Eindrücke und Fotos auf seinem Blog teilt:

https://zeitlauf.wordpress.com

 

 

Nachhaltige Monatshygiene.. zwei Jahre danach

Zwei Jahre ist es her, seit ich mich entschieden habe, Wegwerfprodukte aus einem der intimsten Bereiche meines Lebens zu verbannen. Und wie sieht es ein Jahr später aus, nach vielen Waschgängen bei 60° meiner Slipeinlagen und unzähligen Badefreuden in kochendem Wasser meines Menstruationsbechers?

Zwei Jahre nachdem ich begonnen habe, umweltfreundlichen Alternativen zu nutzen kann ich Jeder nur noch mehr ans Herz legen, es einfach mal auszuprobieren. Ich bin immer noch dabei und mittlerweile ist es ganz normal für mich geworden und man findet seine Wege, damit zurecht zu kommen. Es ist halt eine große Umgewöhnung am Anfang, aber das war es auch damals, als ich überhaupt zum ersten Mal die Menstruation bekommen habe. Der Menstruationsbecher hat sehr viele Vorteile, wie ich auch schon zwischendurch berichtet habe. Auch bei meinem neuesten Hobby, dem Tauchen, könnte ich es mir mit Tampons nicht mehr vorstellen (mehr dazu im nächsten Eintrag).

Zu den Bechern selbst: ich habe mittlerweile 3 Stück, 2 kleine und einen großen. Ich hab mir mehrere zugelegt, da ich zuhause am WC kein Waschbecken habe und somit kommt einfach der schmutzige Becher raus, der saubere rein und dann geht’s gemütlich ins Bad um den Becher auszuwaschen. Die Becher werden bei mir ca. einmal im Monat, meistens nach der Menstruation, ausgekocht, 10 – 15 Minuten im kochenden Wasser  (während der Menstruation wasche ich die Becher nach Verwendung mit seifenfreier und parfümfreier Waschlotion). Nach 2 Jahren intensiver Nutzung haben sich die Becher einen Hauch bräunlich verfärbt – das darf man sich jetzt aber nicht ekelig vorstellen, es ist wirklich nur sehr leicht. Ich find’s jedenfalls nicht störend, und die Becher gibt es auch in verschiedenen Farben, da würde sowas überhaupt nicht auffallen. Sauber ist es ja trotzdem – immerhin kann man die Teile auskochen.

die Becher nach 2 Jahren, am Rand erkennt man etwas die Verfärbung

die Becher nach 2 Jahren, am Rand erkennt man etwas die Verfärbung

zum Vergleich: der Becher ganz neu gekauft, sozusagen noch "jungfräulich" ;)

zum Vergleich: der Becher ganz neu gekauft, sozusagen noch „jungfräulich“ 😉

Die waschbaren Slipeinlagen und Binden haben die Zeit auch gut überstanden. Nach jedem Gebrauch werden sie bei mir mit 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen, wenn eine mal sehr schmutzig oder blutig ist, wird sie zuhause in kaltem Wasser kurz ausgespült und dann im Wasserbad eingelegt (Achtung, jeden Tag das Wasser wechseln), bis ich eine Maschine mit 60 Grad Wäsche beisammen habe. Hier sind auch die ersten gekauften Exemplare noch sehr schön. Ein bißchen weniger flauschig werden sie mit dem häufigen Waschen, aber das stört nicht (alles weit weg von kratzig und unangenehm). Nach wie vor täglich und mit Freude im Einsatz. 🙂

meine Waschbaren Einlagen im Campingurlaub, ausnahmsweise per Hand gewaschen und zum Trocknen in die Sonne gehängt

meine Waschbaren Einlagen im Campingurlaub, ausnahmsweise per Hand gewaschen und zum Trocknen auf die Wäscheleine 🙂

Wie es mir mit der nachhaltigen Frauenhygiene im 2 Monate andauernden Backpacker-Urlaub in Indonesien ergangen ist, werde ich beim nächsten Mal berichten .

Und ja, ich werde mich bemühen wieder etwas öfters zu schreiben 🙂

The best things in life are free…

Sex am Morgen, sich von der Sonne wärmen lassen, Salzwasser auf der Haut, eine schnurrende Katze am Bauch liegen haben, eine Umarmung, ein Kinderlachen, Pflanzen aus eigenen Samen ziehen, …

Zum letztgenannten hab ich heute ein paar Worte … 🙂

Ich hab letzten Herbst ein paar meiner Kräuter am Balkon blühen lassen – abgesehen davon dass sich die Bienen darüber freuen und die Blüten schön ausschauen kann man dann später die Samen ernten 🙂 Ich habe einfach die vertrockneten Pflanzen über den Winter stehen lassen. Heute war mal wieder Erntetag. Die Radieschensamen hab ich schon vor einem Monat eingesammelt, heute war Basilikum an der Reihe. Es gibt kaum etwas beruhigenderes als Pflanzensamen aus deren Kapseln zu lösen. Nicht dass ein paar Kräutersamen so teuer wären, es geht hier auch ein bißchen ums Prinzip. Saatgut soll man zukünftig patentieren lassen können.. freilich kostet das viel Geld und nur große Konzerne können sich das leisten. Da sag ich doch nur scheiß auf euch Großkonzerne mit euren Hybridpflanzen die keine Samen produzieren und mit euren teuren Patenten.. die Natur kann man nicht kaufen!

Hier gibt’s ne Petition für alle, die wollen dass das auch so bleibt:

https://www.global2000.at/freiheit-f%C3%BCr-die-vielfalt